Noroviren


Noroviren, früher auch als Norwalk-Viren bezeichnet, gelten heute neben Rotaviren als die häufigsten Verursacher von viralen Magen-Darm-Infektionen.

Noroviren sind weltweit verbreitet. Infektionen kommen in allen Altersgruppen vor. Typischerweise verursachen Noroviren Ausbrüche in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen und Altenheimen. In den Wintermonaten hat die Ausbreitung der Erkrankung ihren Gipfel.

Noroviren können nur von Mensch zu Mensch übertragen werden, nicht über Tiere.


Infektionsweg

Die Infektiosität ist sehr hoch, das heißt: Nur wenige Erreger sind notwendig, um eine Erkrankung hervorzurufen.

Die Noroviren werden auf fäkal-oralem Weg übertragen. Ansteckungsquelle ist Stuhl oder Erbrochenes, denn darin werden große Mengen Viren mit ausgeschieden. Dabei kann es auch zur einer Übertragung durch die Luft kommen, denn die Noroviren sind in der Lage, einige Zeit an der Luft zu überleben.

Deshalb kommt es auch oft zu einer Übertragung über kontaminierte (mit Keimen verunreinigte) Speisen/Getränke oder über kontaminierte Gegenstände wie etwa Spielzeug in Kindergärten.


Inkubationszeit und Ansteckungsgefahr

Die Inkubationszeit ist kurz und beträgt nur 10 Stunden bis zu 3 Tage. Die Ansteckungsfähigkeit besteht während der akuten Erkrankung sowie meist noch über 2 Tage nach Abklingen der Symptome. In Einzelfällen können sogar bis zu 2 Wochen lang Viren ausgeschieden werden.


Symptome

Noroviren verursachen akut beginnende Magen-Darm-Infektionen. Schwallartiges heftiges Erbrechen und starke Durchfälle führen zu einem erheblichen Flüssigkeitsverlust und weiteren Symptomen:

  1. Aufzählungszeichenausgeprägtes Krankheitsgefühl mit Schmerzen im Bauchbereich

  2. AufzählungszeichenKopfschmerzen

  3. AufzählungszeichenÜbelkeit

  4. AufzählungszeichenMattigkeit

  5. Aufzählungszeichenerhöhte Temperaturen

Im Normalfall bestehen diese Symptome etwa 12 bis 48 Stunden. Anders ist das bei Patienten mit einer chronischen Erkrankung (z.B. Diabetes mellitus, Rheuma, Herz-Kreislauferkrankungen u.a.) bzw. deren Immunsystem anderweitig geschwächt ist. Die Krankheit kann aber auch leichter - mit nur ein wenig Unwohlsein oder etwas "Bauchgrummeln" - oder sogar asymptomatisch, also ganz ohne Krankheitssymptome verlaufen.


Treten die hier beschriebenen Symptome auf, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.


Häusliche Hygienemaßnahmen

Im Krankheitsfall bzw. wenn Sie eine erkrankte Person pflegen, sollten Sie sich unbedingt folgendermaßen verhalten:

  1. AufzählungszeichenReduzieren Sie den Kontakt zu Erkrankten auf ein unvermeidbares Minimum.

  2. AufzählungszeichenErkrankte und Personen, die Erkrankte betreuen, sollten unbedingt eine gründliche Toilettenhygiene einhalten und sich immer sorgfältig die Hände waschen.

  3. AufzählungszeichenBenutzen Sie Hygieneartikel nur personenbezogen.

  4. AufzählungszeichenReinigen Sie Flächen im direkten Umfeld von Patienten (z.B. Nachtschränkchen) regelmäßig mit Einmaltüchern.

  5. AufzählungszeichenReinigen Sie sichtbar verunreinigte Flächen (z.B. Waschbecken, Toilette, Türgriffe, Fußboden) sofort mit Einmaltüchern und verwenden Sie dabei Gummihandschuhe.

  6. AufzählungszeichenEntsorgen Sie alle Reinigungstücher immer unmittelbar nach dem Gebrauch.

  7. AufzählungszeichenGeschirr kann wie üblich gesäubert werden.

  8. AufzählungszeichenErkrankte sollten keine Nahrungsmittel für andere zubereiten.

  9. AufzählungszeichenWaschen Sie Leib- und Bettwäsche bei mindestens 60 °C und verwenden Sie ein Vollwaschmittel.

  10. AufzählungszeichenBehalten Sie nach Abklingen der Symptome für weitere zwei Wochen die intensive Toiletten- und Händehygiene bei, denn das Virus kann weiterhin mit dem Stuhl ausgeschieden werden.

  11. AufzählungszeichenIm Privathaushalt kann in der Regel auf Desinfektionsmittel verzichtet werden.



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